Warum Bio-LNG wählen?

Veröffentlicht am

15/03/2022

Kategorie

Blogs, Neuigkeiten

Warum sollten Sie sich für Bio-LNG entscheiden, wenn Sie auch einfach das flüssige Erdgas LNG tanken können? Angesichts der rasant steigenden Gaspreise ist diese Frage vielleicht viel leichter zu beantworten als noch vor einem Jahr. Denn obwohl der Preis von Bio-LNG (noch) an den Preis von regulärem LNG gekoppelt ist, ist man bei der Produktion nicht auf Gasfelder im In- oder Ausland angewiesen.

„Bio-LNG wird aus Abfallprodukten hergestellt, die für Mensch und Tier nicht mehr geeignet sind. Dazu gehören z.B. Hausmüll, Klärschlamm, Gülle oder landwirtschaftliche Abfälle“, erklärt Lot van Aubel, der seit März letzten Jahres bei Rolande für den Ein- und Verkauf von Bio-LNG zuständig ist. „Und diese Abfallprodukte sind natürlich immer und überall vorhanden – im Gegensatz zu Erdgas, das wie alle fossilen Brennstoffe irgendwann zur Neige geht. Immer mehr Menschen und Unternehmen sind sich dessen bewusst. Wir sehen darin eine wichtige Rolle für uns und eine Herausforderung, eine Vorreiterrolle zu spielen.“

„Was wir bislang als wichtigsten Grund für die Wahl von Bio-LNG als Kraftstoff für Ihre Lkw sehen, ist der Wunsch der Unternehmen, immer nachhaltiger zu werden. Im 2019 abgeschlossenen Klimaabkommen heißt es, dass der gesamte Straßentransport bis 2040 frei von fossilen Brennstoffen sein muss, aber dass Unternehmen auch aus ihrer eigenen Mission und Vision heraus zu einer nachhaltigeren Welt beitragen. Eine einfache Möglichkeit, Ihr Unternehmen nachhaltiger zu machen, ist die Wahl eines sauberen Kraftstoffs für alle Ihre Transporte. Mit Bio-LNG reduzieren Sie die Emissionen Ihrer Lkw um bis zu 100 %.“

Bio-LNG: machbare und erschwingliche nachhaltige Alternative

Eigentlich ist Bio-LNG derzeit die einzige machbare und erschwingliche nachhaltige Alternative für schwere Straßentransporte. „Natürlich gibt es auch Entwicklungen im Bereich Wasserstoff und Elektrofahrzeuge. Aber die Infrastruktur für Wasserstoff ist noch lange nicht fertig, und die Reichweite von Elektro-Lkw ist nicht groß genug. Daher ist Bio-LNG im Moment die beste Option, auch weil der Preis mit dem von Diesel vergleichbar ist.“

Rolande verfügt über ein großes Tankstellennetz. „Wir sagen immer: mit unserem Bio-LNG können Sie von Göteborg nach Lissabon fahren“, lacht Lot. Es gibt dreizehn Tankstellen in den Niederlanden, fünf in Deutschland und zwei in Belgien. „Jedes Jahr eröffnen wir zehn weitere Tankstellen – das ist zumindest das Ziel. Und unsere Tankkarten werden auch von Wettbewerbern akzeptiert und umgekehrt. Also superpraktisch.”

Derzeit sind 20 bis 25 % des gesamten LNG von Rolande „Bio-LNG“. Es handelt sich also um eine Mischung mit gewöhnlichem LNG. „Es ist untereinander austauschbar. Man merkt den Unterschied nicht, denn beide bestehen zu fast 100 % aus Methan.“ Rolande ist mit diesem Produkt einzigartig in den Niederlanden. Aber die Entwicklungen schreiten rasch voran.

Lot: „Wir arbeiten an einer eigenen Fabrik in Leeuwarden, wo wir bald unser eigenes Bio-LNG aus Lebensmittelabfällen herstellen. Das würde bedeuten, dass wir jedes Jahr 9,2 Millionen Kilo Bio-LNG im eigenen Land herstellen.“ Das ist eine beträchtliche Steigerung der Menge an Bio-LNG, die Rolande derzeit verkauft: „Aktuell beziehen wir den größten Teil unseres Bio-LNG noch aus Skandinavien. Das sind 6,5 Millionen Kilo pro Jahr.“

Das Ziel von Rolande besteht natürlich darin, in Zukunft auf 100 % Bio-LNG umzusteigen. „Wir glauben an abgasfreies Fahren und träumen davon, Schwerlasttransporte auf der Straße völlig emissionsfrei zu machen.“