Rolande eröffnet in Grasdorf die fünfte deutsche LNG-Tankstation

  • Nächster Meilenstein auf dem Weg zum fossilfreien Straßengütertransport
  • Insgesamt betreibt Rolande damit 20 LNG-Tankstellen europaweit
  • Weitere Standorte in Planung

Rolande, Pionier und Marktführer für den Aufbau von Infrastrukturen für Lkw-Flüssigerdgas und Bio-LNG in den Niederlanden, erweitert sein Tankstellennetzwerk um einen weiteren Standort in Deutschland. Am Verkehrsknotenpunkt Grasdorf (Holle) kann ab sofort LNG getankt werden. Erst im März hatte das Unternehmen eine neue Tankstelle in Lübeck eröffnet. Weitere Standorte in Ziesar und Hamburg sind bereits in Planung.

Rolande eröffnet heute in Zusammenarbeit mit dem europäischen Tankkarten-Anbieter und Kraftstoff-Hersteller IDS (International Diesel Service), einer Tochtergesellschaft der Petroleum Corporation, die fünfte deutsche LNG-Tankstelle am Standort Grasdorf im Harzvorland. Der Standort zeichnet sich insbesondere durch die Anbindungen an die Autobahnen 7 und 39 sowie zu den Bundesstraßen 6 und 444 aus. So profitieren jetzt viele weitere Kunden vom nachhaltigen Kraftstoff. Mit seinen Tankstellen leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum derzeit bestehenden LNG-Netz in Deutschland, das aktuell 21 öffentliche Tankstellen beinhaltet (Angaben der Deutschen Energie Agentur DENA). Zudem fungiert Rolande als wichtiger Partner für Transportunternehmen, die auf hochkalorisches CNG (CNG+), LNG oder Bio-LNG wechseln wollen.

Die öffentliche 24/7-Selbstbedienungstankstelle verfügt über 2 LNG-Zapfsäulen. Sie trägt maßgeblich dazu bei, LNG als umweltfreundlichen Treibstoff zu etablieren. Denn ohne lange Wartezeiten werden hier täglich bis zu 150 Fahrzeuge betankt. Durch die geräumige Ein- und Ausfahrt ist die Tankstelle optimal für Schwerlastwagen dimensioniert. Die futuristische Architektur der Tankstelle ist funktionell an die Anforderungen von CNG-/LNG-Lkws angepasst.

„Wir freuen uns, die nächste LNG-Tankstelle in Grasdorf zu eröffnen. Unser Ziel ist es, Flüssigerdgas für alle Lkws verfügbar zu machen – das möchten wir auch weiterverfolgen“, sagt Jolon van der Schuit, CEO des LNG-Pioniers Rolande. „In Deutschland erhalten unsere Kunden bereits an fünf Standorten Zugang zum nachhaltigen und gleichzeitig wirtschaftlichen Kraftstoff LNG. Wir planen, unsere Vertriebs- und Vermarktungskette kontinuierlich zu erweitern, um so ein zukunftsfähiges deutschlandweites Angebot zu entwickeln. Hierbei achten wir vor allem auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie den wirtschaftlich optimalen Einsatz von LNG.“

Staatliche Förderung

In Deutschland wird die Verwendung von CNG und LNG staatlich gefördert. So sind Lkws, die mit komprimiertem oder verflüssigtem Erdgas betrieben werden, bis 31. Dezember 2023 von der deutschen Straßenmaut befreit. Das spart Betreiben pro gefahrenem Kilometer bis zu 18,7 Cent an Straßenbenutzungsabgaben.

Bio-LNG

Bio-LNG wird aus zertifizierten Abfällen wie organischen Haushaltsabfällen, Schlamm, Dung oder landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen und ist ein zu 100 Prozent biologischer Kraftstoff. Er ist emissionsarm und klimafreundlich. Gleichzeitig hat er eine hohe Energiedichte und kann dazu beitragen, Emissionen im Verkehr zu senken und Klimaschutzziele zu erreichen. Bei Bio-LNG handelt es sich um ein verflüssigtes Bio-Methan oder ein verflüssigtes, synthetisch erzeugtes Methan. Dies weist dieselben chemischen Eigenschaften wie LNG auf, hat jedoch eine drastisch geringere CO2-Emission. Gerade im Vergleich zu einem Diesel-Lkw fallen die NOx- und Partikelemissionen deutlich geringer aus. Durch die Verwendung von Biogas können so bis zu 95 Prozent CO2 eingespart werden.